Hochwasser der Panke

Das Pankerückhaltebecken zwischen Stockholmer Straße und Gottschalk Straße
Das Pankerückhaltebecken zwischen der
Stockholmer Straße und Gottschalkstraße

Heute schwer vorstellbar, aber in früheren Zeiten war die Panke in manchen Jahren ein reißender Fluss, der schwere Zerstörungen anrichtete. Dies trat insbesondere nach der Schneeschmelze oder Starkregen auf.

Im Laufe der Jahre wurden im Berliner Abschnitt der Panke mehrere Auffangbecken zum Hochwasserschutz angelegt, z.B. zwischen der Gottschalkstraße und der Stockholmer Straße, an der Travemünder Straße sowie an den S-Bahn-Brücken der Ringbahn (zwischen Pank- und Gerichtstraße) und der Nordbahn (zwischen S-Bf. Wollankstraße und Bürgerpark).

Dem Hochwasserschutz dient auch der Nordgraben, der in Berlin-Blankenburg von der Panke in Richtung Tegeler See abzweigt. Diese Abzweigung war besonders in Zeiten des Rieselfeldbetriebes wichtig, da es bei Regen zu deutlich höheren Abflüssen kam, die wiederum die Berliner Innenstadt nicht verkraftet hätte.

In der Panke befinden sich an verschiedenen Stellen Pegel, die den Wasserstand minutiös erfassen. Während im Oberlauf der Panke Hochwasserstände  maximal 100 cm über dem langjährigen Normalwert ansteigen (Pegel Röntgental), ist die Hochwasseramplitude im Unterlauf deutlich höher und liegt am Pegel Kühnemannstraße 175 cm über dem Durchschnitt.


Abgesehen von der Wasserstandshöhe ist das Wasservolumen, das pro Sekunde abfließt, im Unterlauf mit rd. 12 m3/s ungefähr viermal größer als in der oberen Panke. Ursache dafür ist zum einen die zunehmende Größe des Einzugsgebietes und zum anderen ist die Panke in der Berliner Innenstadt Vorfluter für die Regenwasserkanalisation - bei Regen führt die Panke erheblich mehr Wasser als gewöhnlich.

Dieser Text wurde zur Verfügung gestellt von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, II E